Nach einem Unwetter steht der Keller zentimeterhoch unter Wasser. Was jetzt in welcher Reihenfolge zu tun ist — und wie Sie das nächste Mal verhindern.
Heftige Sommergewitter bringen in kurzer Zeit Wassermengen, die weder Kanalisation noch Boden aufnehmen können. Das Wasser sucht sich dann den tiefsten Punkt — und der ist in vielen Häusern der Keller. Es dringt über Lichtschächte, Kellerfenster, Türschwellen oder als Rückstau über Bodenabläufe ein. In Berlin und Brandenburg sind solche Ereignisse in den letzten Jahren spürbar häufiger geworden. Ein überfluteter Keller ist ein ernstzunehmender Wasserschaden, aber mit klarem Vorgehen gut in den Griff zu bekommen.
Beim vollgelaufenen Keller ist die größte Gefahr nicht das Wasser selbst, sondern die Kombination aus Wasser und Strom. Betreten Sie einen gefluteten Keller erst, wenn die Stromzufuhr sicher abgeschaltet ist. Beginnen Sie mit dem Abpumpen außerdem erst, wenn der Wasserspiegel draußen gesunken ist — sonst drückt das Grundwasser von außen gegen die entlastete Bodenplatte.
Für Trocknung und Vorbeugung ist der Eintrittsweg entscheidend. Oberflächenwasser läuft über Lichtschächte, Fenster und Türen hinein und lässt sich mit Aufkantungen, druckwasserdichten Fenstern und Abdeckungen abwehren. Rückstau aus der Kanalisation drückt über Bodenabläufe, Waschbecken oder die Bodenplatte hoch — hier hilft nur eine funktionierende Rückstausicherung. Drückendes Grund- oder Schichtenwasser wiederum ist ein Abdichtungsthema am Gebäude selbst. Wer nur auspumpt, ohne den Weg zu kennen, erlebt beim nächsten Starkregen dieselbe Situation.
Überschwemmung durch Starkregen ist kein klassischer Leitungswasserschaden, sondern ein sogenannter Elementarschaden. Dafür braucht es in der Regel eine Elementarschadenversicherung als Ergänzung zur Wohngebäude- beziehungsweise Hausratversicherung — ohne diesen Zusatzbaustein gehen viele Betroffene leer aus. Prüfen Sie also zunächst, ob Ihre Verträge Elementarschäden einschließen, und melden Sie den Schaden umgehend. Für die Regulierung zählen datierte Fotos vom Höchststand, eine Liste der beschädigten Gegenstände und die Belege für Notmaßnahmen. Was genau versichert ist, entscheidet der Wortlaut Ihrer Police — im Zweifel direkt beim Versicherer nachfragen.
Ist das sichtbare Wasser draußen, beginnt der wichtigere Teil: Wände, Bodenplatte und Estrich haben sich vollgesogen und geben diese Feuchte nur langsam wieder ab. Bloßes Lüften reicht bei durchnässtem Mauerwerk fast nie — ohne technische Bautrocknung bleiben feuchte Wände, Salzausblühungen und Schimmel oft monatelang Thema. Kondensations- oder Adsorptionstrockner, bei durchfeuchteten Estrich-Dämmschichten auch eine Dämmschichttrocknung, bringen die Bauteile kontrolliert auf Normalfeuchte zurück. Captain Wasserschaden misst nach Starkregenereignissen in Berlin und Brandenburg die Durchfeuchtung, stellt die passende Trocknungstechnik und begleitet Sie bis zum trockenen Keller.
Unklarer Feuchtefleck oder echter Notfall — wir sagen Ihnen ehrlich, ob und was zu tun ist.
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